Künstler

 

Liselotte Rokyta
Panflöte

Liselotte Rokyta zählt zu den berühmtesten Panflötenspielern außerhalb Rumäniens. Nach einem zweijährigen Studium bei Damian Luca studierte sie Panflöte am Konservatorium in Hilversum und an der Academy of Arts in Amsterdam bei dem international berühmten Panflötisten Nicolae Pîrvu. Sie hat Meisterkurse bei Gheorghe Zamfir und Simion Stanciu besucht und war häufig in Rumänien um sich dort die authentische Spielweise anzueignen. 1997 hielt sie sich in Maramures (Nordrumänien) auf um dort die bisher kaum bekannte Vokalform “Hora  cu noduri” zu erforschen. 1994 – 1998 studierte sie rumänische Philologie an der University of Amsterdam. Liselotte Rokyta konzertiert zusammen mit bekannten niederländischen Organisten, aber auch mit dem tschechischen Orgelvirtuosen Jaroslav Tůma häufig im In- und Ausland.                        Ihre Konzerte brachte sie in viele Länder Europas bis nach Südafrika, Canada und USA. Außerdem ist sie als Panflötendozentin in den Niederlanden, Tschechien und Canada tätig. Mit ihrem Mann Jan Rokyta bildet sie ein Cymbal-Panflöten-Duo, dessen Programme klassische Musik und Weltmusik kombinieren. Ihre Aufnahmen erscheinen regelmäßig bei dem niederländischen Label STH-RECORDS. Liselotte ist seit 2008 diplomierte “Vinologe der niederländischen Weinakademie” und seit 2009 besitzt sie „Advanced Certificate“ von Wine&Spirit Education Trust.

 

 

Jan Rokyta
Cymbal

JAN ROKYTA (*1969 in Ostrava, Tschechien) studierte Cymbal bei Ludmila Dadáková am Konservatorium in Bratislava sowie Blockflöte bei Walter vanHauwe und Paul Leenhouts an der Sweelinck Musik-Akademie in Amsterdam.  Auftritte u.a. mit dem Zymbalorchester „Technik“ (gegründet von seinem Vater Jan Rokyta Sr.) in Ostrava sowie mit dem ASKO/Schönberg Ensemble, The Dutch Wind instruments Ensemble, Het Nieuw Ensemble, Royal Concertgebouw Orchestra und dem Radio Chamber Philharmonic Orchestra in den Niederlanden. Etliche Uraufführungen von zeitgenössischen Werken für Cymbal und regelmässige Aufführungen der Kammermusik von György Kurtág.  1995-2002 Multiinstrumentalist des Internationalen Tanztheaters in Amsterdam, 2007-2008 dessen musikalischer Direktor. 2002-2006 enge Zusammenarbeit mit dem jüdischen Sänger Shura Lipovsky. Mit seiner Frau Liselotte Rokyta bildet er ein Cymbal-Panflöten-Duo. Dank seiner Beherrschung vieler Volksmusikstile und zahlreicher Instrumente regelmässige Kooperation mit der Holland Baroque Society und Solamente Naturali Bratislava. Daneben arbeitet Jan auch als Komponist und Arrangeur.  Jan ist seit 2004 diplomierter “Vinologe der niederländischen Weinakademie”. Im Jahr 2009 hat er den „Prix Pommery“, einen wichtigen niederländischen Wettbewerb für Weindegustation gewonnen und im selben Jahr auch den „Diploma Course“ von Wine&Spirit Education Trust London abgeschlossen. Seit 2012 unterrichtet Jan Rokyta auch an  der Prague Wine Academy.

Andreas Liebig,
Orgel

ANDREAS LIEBIG (1962) ist seit 2014 Münsterorganist in Basel sowie künstlerischer Leiter der Internationalen Basler Münster-Orgelkonzerte samt der wöchentlichen Matinéen an der dortigen großen Mathis-Orgel (78/IV/P) von 2003. Von 2013 bis 2015 leitete er zudem als Nachfolger Prof. Reinhard Jauds die Orgelklasse des Tiroler Landeskonservatoriums in Innsbruck. Nach Kirchenmusikstudien in Herford von 1983–89 Orgel-, Klavier- und Musiktheoriestudium in Stuttgart u.a. bei L. Lohmann, A. F. Faiss und H. Lachenmann. Weiterbildung in Paris, Lübeck, Wien und Freiburg bei D. Roth, H. und M. Haselböck und Zs. Szathmáry sowie bei S. Celibidache in Mainz. 1988 1. Preis bei den internationalen Orgelwettbewerben Dublin und Odense. Lehraufträge an den Musikhochschulen in Lübeck und Oslo. Kantor und Organist in Dänemark, Norwegen und der Schweiz. Leitung erfolgreicher Festivals und Konzertreihen, u.a. Brahms-Festival Lübeck und Krummhörner Orgelfrühling (2001 – 2011). Rege Konzerttätigkeit, CD-, Radio- und TV-Aufnahmen sowie Meisterkurse in Europa, Nord- und Südamerika und Asien mit weitgespanntem Repertoire vom Robertsbridge Codex bis zur Avantgarde. Vielbeachtete Bach-Aufnahmen an den historischen Orgeln in Groningen, Trondheim, Oelinghausen und Dornum. Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe. www.basler-muensterkonzerte.ch

 

 

 

Rien Donkersloot, Hoofdorganist St. Joriskerk, Amersfo

RIEN DONKERSLOOT (* 1985) studierte Orgel und Kirchenmusik am Rotterdamer Konservatorium. Seine Lehrer waren Bas de Vroome und Ben van Oosten. 2008 erhielt er seinen Master of Music cum laude. Er studierte zudem Carillon an der Niederländische Carillonschule in Amersfoort bei Frans Haagen, Henk Verhoef und Gijsbert Kok. Im Jahre 2011 schloss er auch dieses Studium cum laude ab. Als Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Orgel- und Carillonwettbewerbe hat Rien Donkersloot als hoch begabter Künstler aufhorchen lassen. Er ist Organist der St. Joriskirche in Amersfoort und der Bätz-Orgel (1750) der Laurentiuskirche in Mijnsheerenland und Stadtcarillonneur von Haarlem, Goes und Ridderkerk. Darüber hinaus gibt er Orgel- und Carillonkonzerte in ganz Europa. Rien Donkersloot hat bereits sieben CDs mit Werken von Bach, Reger, Liszt und niederländischer Musik des 20. Jahrhunderts eingespielt. www.riendonkersloot.nl

 

 

 

 

 

 

 

Gudrun Sidonie Otto, Rezitation

 

Die Sopranistin GUDRUN SIDONIE OTTO begeisterte mit ihrem „hell-femininen Edeltrimbe“ (FonoForum 9/10), und „ihrem frischen und zugleich warmen Sopran“ (Opernglas 2009) in den letzten Jahren auch in Ostfriesland, u.a. beim Krummhörner Orgelfrühling und dem Musikalischen Sommer. Vielbeachtete Konzerte u.a. kürzlich in Den Haag, beim Bach-Fest Schaffhausen, in Hong Kong und beim Sydney Festival. Studien an der HfM Franz Liszt in Weimar bei M. Hoff und u.a. bei Kl. Kelly, R. Merbeth, R. Biskub, M. Zakai und S. Haselhoff. 2007 1. Preis internationalen Gesangswettbewerb Kammeroper Schloss Rheinsberg. Bis 2006/7 Festengagement an den Landesbühnen Sachsen. Gastspiele: u.a. Komische Oper Berlin, Staatsoper Hannover, Staatstheater Nürnberg, Theater Würzburg, Gärtnerplatztheater München, Theatre de Picardie/France, Grand Opera Luxembourg, Opéra National du Rhin Strasbourg und bei vielen renommierten Festivals im In- und Ausland unter Dirigenten wie N. Marriner, R. Gritton, H. Rilling, Th. Hengelbrock, E. zu Guttenberg, P. Gülke und L. Güttler. Neben zahlreichen CD-, Funk- u. Fernsehaufnahmen besonders im Bereich der Alten Musik vielbeachtete Solo-CD mit Mendelssohn-Liedern. www.sidonie.at

João Vaz (Lissabon),
Orgel

JOÃO VAZ wurde in Lissabon geboren und studierte in seiner Heimatstadt Orgel bei Antoine Silbertin-Blanc und in Zaragoza bei José Luis González Uriol. Neben seinen regulären Studien bildete er sich u.a. bei Edouard Souberbielle weiter. Aufgrund seines Interesses an Alter Musik besuchte er die Kurse von Joaquim Simõesda Hora während der dortigen Internationalen Wochen Alter Musik und in Zaragoza bei José Luis González Uriol. João Vaz hat in ganz Europa konzertiert, sowohl als Solist wie auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Solisten und Ensembles, namentlich dem Gulbenkian Orchestra. Er wird oft als Gastdozent, besonders fürdie Musik der iberischen Halbinsel eingeladen. Von ihm sind mehrere Einspielungen auf historischen portugiesischen Orgeln erschienen. Er war Orgelprofessor an der Universität von Évora und am Lissabonner Gregorianischen Institut und unterrichtet an der Katholischen Universität in Oporto. Er ist künstlerischer Leiterdes Festival Internacional de Órgão de Lisboa und des Madeira Organ Festival. Kürzlich wurde er mit einer Arbeit über die Portugiesische Orgelmusik des späten 18. Jahrhunderts promoviert und wirkt als Konsulent für die Restaurierung der sechs historischen Orgeln des Konvents von Mafra sowie als Titularorganist der berühmten Orgel von São Vicente de Fora in Lissabon.

Juan Maria Pedrero (Granada)

JUAN MARIA PEDRERO (* 1974) studierte an der Musikhochschule in Barcelona Klavier und Orgel und schloss mit Auszeichnung und ersten Preisen ab. Weiterfuhrende Studien in Orleans bei Francois-Henri Houbart (Premier Prix) und in Paris bei Marie-Claire Alain. Er besuchte in dieser Zeit mehrere Meisterkurse,insbesondere bei Michael Radulescu über das gesamte Orgelwerk J. S. Bachs sowie über alte iberische Orgelmusik. 2000 bekam er den Ersten Preis beim Orgelwettbewerb „Jean-Louis Florenz“ der Akademie der Schönen Künste. 2001/2002 wurde er Titularorganist der Kern-Orgel in der Sapporo Concert Hall Kitara(Japan). Seit 2005 ist er Orgelprofessor am Konservatorium „Angel Barrios“ in Granada, wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet und konzertierte in der ganzen Welt: neben Spanien in Japan, Frankreich, der Schweiz, Kanada, Kuba, Ecuador und auf den Philippinen. Mit seinen von Publikum und Presse enthusiastisch gefeierten Konzerten bei der Dornumer Nachtorgel 2012, 2013 und 2015 bestätigte er seinen Ruf als einer der besten spanischen Organisten.

 

 

 

Jan Doležel (Prag/Würzburg), Orgel

Jan Doležel (* 1984) wird von Publikum und Fachkritik gleichermaßen für sein souveränes und ausdrucksvolles Spiel geschätzt. Mit seiner Fähigkeit, musikalische Spannung zu bilden und mit seinem Sinn für Dramatik begeisterte  er  u.a. im Bamberger- und Regensburger Dom, der Hauptkirche St. Petri in Hamburg, der Lorenzkirche in Nürnberg und der Marienkirche in Lübeck bis zu Kirchen in kleineren Orten mit historischen Orgeln – auch in Ostfriesland. Er studierte Musik in Pilsen (Adam Viktora), Prag (Jaroslav Tůma), Lübeck (Franz Danksagmüller und Hans-Jürgen Schnoor) und in Würzburg (Christoph Bossert). Er ist Preisträger bei mehreren Wettbewerben (darunter ION 2013) und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes. Sein Repertoire reicht von ältester Orgelmusik über die traditionellen Meister bis hin zur Neuen Musik. In seiner intensiven Konzerttätigkeit legt Jan Doležel großen Wert auf Aufführungen von aussagekräftigen und wenig gespielten Kompositionen. Weitere Kennzeichen seiner Konzerte sind wirkungsvoll zusammengestellte Programme und Aufführungen ganzer zyklischer Werke. Im Jahr 2015 hatte Jan Doležel eine szenische Aufführung des Zyklus „Apparatus musico-organisticus“ von Georg Muffat auf dem Programm, für das er das Drehbuch geschrieben, die Regie und den Orgelpart übernommen hat. Seit 2012 ist er Dozent für Orgel an der Hochschule für Musik in   Würzburg. www.jandolezel.com

 

Roberto Padoin

 

ROBERTO PADOIN studierte am Konservatorium “Benedetto Marcello” in Venedig, wo er die Diplome für Orgel, Gregorianischen Gesang, Komposition und Chorleitung erhielt.  Er studierte auch Orchesterleitung unter Maestro Ludmil Descev. Von 1989 bis 2007 war er Dirigent des Kammerorchesters Accademia Veneta mit regelmäßigen Konzerten und CD-Aufnahmen. Als Orgelsolist wird er oft zu Festivals und Konzertreihen in Italien und Europa eingeladen. Sein weitgespanntes Repertoire reicht von Alter Musik bis zu Zeitgenossen, das unter Berücksichtigung der jeweiligen historischen Aufführungspraxis und
Orgeln auf mehreren CDs dokumentiert ist. Roberto Padoin wirkt oft als Juror italienischer und internationaler Orgelwettbewerbe. Ein besonderes Interesse hegt er für die Restaurierung historischer und die Planung neuer Orgeln. Seine Komposition für Orgel, Kammerbesetzungen und Chor sind durch Aufnahmen der RAI und anderer Rundfunkanstalten dokumentiert. Robero Padoin unterrichtet Orgelspiel am Konservatorium zu Venedig und ist Organist an der historischen Callido-Orgel des Doms Serravalle in Vittorio Veneto deren „Rassegna Internazionale di Musica per Organo“ er als künstlerischer Leiter betreut.

 

 

 

ELEONORA BIŠEVIC wurde 1994 in Mailand in eine Kroatischen Familie geboren. Als Kind lernte sie zunächst Blocklöte. Mit vierzehn Jahren ging sie an das Konservatorium in Mailand, das sie 2014 in Block- und Traversflöte mit Auszeichnung abschloss. Im Juli 2013 schloss sie ebenfalls das Musikgymnasium desselben Konservatoriums mit Bestnote ab. Parallel dazu begann sie ihr Klavier- und Kompositionsstudium. Als sie sich später in Alter Musik spezialisierte, kam das Orgelspiel hinzu. Sie besuchte Meisterkurse für Traversflöte bei Barthold Kuijken, Marcello Gatti und Manuel Granatiero, für Orgel bei Luca Guglielmi und für Kammermusik bei Wieland Kuijken. Eleonora Bišcevic konzertiert europaweit als Solistin, in Kammermusikensembles und verschiedenen Orchestern, auf der Traversflöte, der Blockflöte, der Orgel oder dem Klavier (Klassik und Jazz). Sie hat in weltweit bekannten Orchestern mitgewirkt, wie z.B. im European Union Baroque Orchestra (EUBO), im Croatian Baroque Ensemble und im Formosa Baroque Orchestra. Einige ihrer eigenen Stücke wurden auch in Italien aufgeführt, und mehrfach konnte sie Ensembles und Orchester leiten. Seit September 2014 studiert Eleonora Bišcevic an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Traversflöte und Orgel.